«1:1» ist das kürzeste Kompliment, das ein Kunde uns machen kann. Es heisst: nicht modernisieren, nicht verschönern, nicht dem Zeitgeist anpassen, sondern…
Wie alles begann
«1:1» ist das kürzeste Kompliment, das ein Kunde uns machen kann. Es heisst: nicht modernisieren, nicht verschönern, nicht dem Zeitgeist anpassen, sondern genau das zurückgeben, was dasteht — nur in gutem Zustand. Herr H. schrieb die zwei Zeichen gleich zweimal in seine Mail, und die sieben Bilder, die er angehängt hatte, zeigten ein Sofa, bei dem sich diese Entscheidung von selbst versteht: braunes Leder, gebaut Mitte der Achtziger, vier Kissen, eine Ruhe in der Form, wie man sie heute in keinem Katalog mehr bekommt.




Beratung und Vorbereitung
Er konnte auch genau sagen, was wehtut. An der linken Armlehne hatte sich die Naht komplett geöffnet, ein schmaler Streifen Leder hing herab, und an der Unterseite löste sich der Stoff, weil das Möbel seit Jahrzehnten an derselben Stelle steht und dort täglich hinein- und herausgeschoben wird. Das Innenleben, schrieb er, sei aber noch gut — und das stimmte, wie wir beim Abholen prüften, indem wir die flache Hand auf die Sitzfläche legten und spürten, wie schnell sie zurückfederte.



Die Entscheidung
Offen war die Materialfrage. Herr H. wünschte «ein ähnliches braunes Echtleder», war aber bereit für eine gute Alternative. Wir legten ihm beides vor: ein pflegeleichtes, gewebtes Kunstleder, das optisch nahe ans Original reicht, und eine halbaniline Rindshaut in einem Braun mit leichtem Schattenwurf. Kunstleder hält viel aus und sieht nach fünf Jahren aus wie am ersten Tag; gutes Leder hält mehr aus und sieht nach fünf Jahren aus, als wäre es immer schon dagesessen. Er wollte das Sofa seinem Sohn weitergeben, und damit war die Wahl gefallen.
Die Arbeit in unserer Werkstatt
Die Arbeit begann, wie sie bei einem Möbel dieser Art beginnen muss: Der alte Bezug kam ab und blieb liegen, Bahn für Bahn als Schablone. Wir erneuerten die Polsterung der Lehnen, setzten in die Kissen Kerne aus Kaltschaum mit einer Vliesumhüllung, nähten die Hüllen neu und führten die Ziernaht exakt dort, wo sie vorher sass. An der Unterseite ersetzten wir die abgeriebene Stoffbahn durch ein passendes Gewebe, bevor das Leder über den Rahmen gespannt wurde. Nach gut drei Wochen stand das Sofa wieder in derselben Ecke. Herr H. sagte beim Übergeben nur, es rieche wieder wie früher — und das ist für uns ein Lob, das kein Designer der Welt hinkriegt.

Was Sie daraus mitnehmen können
Ein neuer Bezug verändert ein Möbelstück stärker als man denkt. Ein Mustervergleich am Möbel selbst, im Licht Ihres Raumes, vermeidet Überraschungen. Wir senden Ihnen auf Wunsch Muster vorab zu.
Unverbindlich anfragenSo sieht es im Alltag aus
Ein Möbelstück ist erst gut, wenn es genutzt wird. Neubezug bedeutet bei Egora deshalb immer auch, an den Alltag zu denken: wer sitzt wo, wie oft und wie lange. Die folgenden Bilder zeigen das Möbel im Einsatz (Visualisierung).






















