Die Skizze war auf kariertem Papier gezeichnet, mit Kugelschreiber, und sie war genauer als manches Aufmass, das uns per E-Mail erreicht.
Wie alles begann
Die Skizze war auf kariertem Papier gezeichnet, mit Kugelschreiber, und sie war genauer als manches Aufmass, das uns per E-Mail erreicht. Sieben Nummern, dazu handschriftlich «Tisch» und «Cheminée», und ganz unten zwei Stoffvermerke mit Farbnummern. Pascal B. unterrichtet an einem Gymnasium und hatte offenbar auch vor dem Polstern den Anspruch, dass eine Sache dokumentiert ist, bevor sie anfängt.
Beratung und Vorbereitung
Die Polstergruppe war ein modulares System, das seit Jahren im selben Wohnzimmer stand und dessen Kontur sich langsam in Richtung Boden verabschiedet hatte. Wir holten sie im Herbst ab; es war einer dieser Nachmittage, an denen alles knapp ist. Um halb fünf schrieb Pascal B.: «Ja aber wann, bin gerade in einem meeting.» Wir fuhren, nachdem er das Meeting hatte, luden bei einsetzendem Nebel ein und nahmen sieben nummerierte Teile mit.
Die Entscheidung
In der Halle ging die Arbeit dann ganz klassisch von unten an: Die alte Hülle wurde abgetrennt, die Holzkonstruktion geprüft, lockere Verbindungen verstärkt und die Bespannung neu aufgebaut. Danach kam das Wattieren, weiss und lagweise, bis jede Kante wieder eine gerade Linie hatte. Beim Auspacken der Sitzkissen zeigte sich ein zweiter Punkt, den man auf Fotos nie sieht: Die Kerne waren früher mit Federn gefüllt und hatten ihre Form verloren. Wir tauschten sie gegen Schaum, was die Gruppe wieder aufrecht sitzen lässt, ohne die weiche Oberfläche zu verlieren.
Die Arbeit in unserer Werkstatt
Bei der Farbfrage hatten wir vorher dreimal hin und her geschrieben, ausführlich wie bei einer Küchenplanung: Für den Korpus ein unifarbenes Türkis, für die Kissen die feine Strukturqualität aus demselben Fächer – beidseitig verwendbar, wie das Musterblatt verriet. Auf die Knöpfe verzichteten wir, so wie der Kunde es wollte; die Kissen bekamen stattdessen einen sauberen Stehsaum.



Rückgabe und Fazit
Zwei Wochen später stand die Gruppe wieder im Raum, türkis vor dem weissen Cheminée, und die Nummerierung auf dem karierten Papier hatte sich gelohnt: Jedes Teil sass genau dort, wo es im Plan stand.

Was Sie daraus mitnehmen können
Ein Neubezug lohnt sich, wenn Gestell und Federung noch gut sind. Das lässt sich auf Fotos meist gut beurteilen. Wir prüfen vorab, ob die Polsterung ebenfalls aufgefrischt werden sollte, damit der neue Stoff nicht über müder Füllung liegt.
Unverbindlich anfragenSo sieht es im Alltag aus
Ein Möbelstück ist erst gut, wenn es genutzt wird. Neubezug bedeutet bei Egora deshalb immer auch, an den Alltag zu denken: wer sitzt wo, wie oft und wie lange. Die folgenden Bilder zeigen das Möbel im Einsatz (Visualisierung).






















