Die Nachricht kam aus der Westschweiz, geschrieben von einer Tochter, die genau wusste, worum es ging: zwei Barsitze, die unten herum ganz abgewetzt waren,…
Wie alles begann
Die Nachricht kam aus der Westschweiz, geschrieben von einer Tochter, die genau wusste, worum es ging: zwei Barsitze, die unten herum ganz abgewetzt waren, seit Jahren an derselben Theke in der Küche ihrer Mutter. Sie schickte vier Fotos, auf denen man die dünn gewordenen Kanten und die verfärbten Flächen gut sehen konnte, und dazu einen Wunsch, der für uns fast schon eine Materialbestellung ist: schwarz und abwaschbar, weil in der Küche eben immer etwas passiert.


Beratung und Vorbereitung
Solche Anfragen laufen bei uns fast immer über zwei Adressen. Die Bestellerin wohnt weit weg, die Möbel stehen im Haus ihrer Mutter, und die Mail geht in Kopie auch an die Geschwister, damit niemand etwas falsch versteht. Wir fragten nur eine einzige Sache zurück: Wo stehen die Stühle denn eigentlich? Denn ob wir für Abholung und Rückgabe einen Nachmittag oder einen ganzen Tag brauchen, entscheidet allein die Strecke. Also schrieb die Tochter die Adresse ihrer Mutter, und damit war die Sache geritzt: beide Hocker abholen, im Werk neu beziehen und zurückstellen — Transport also mit dabei.


Die Entscheidung
Frau G. hatte die beiden Hocker, seit sie ihre Küche einrichtete: rot bezogen damals, ein Ton, der heute niemandem mehr gefällt, aber damals zu ihrem Herd gehörte. Das Gestell war solide, nur die Polsterung hatte an der Vorderkante ihren Dienst getan. Wir wählten ein geschütztes, dichtes Rindenspaltleder, dessen Oberfläche man mit dem feuchten Tuch abwischen kann, ohne dass sie matte Stellen bekommt. Für den Sitz tauschten wir die obere Schaumschicht und legten ein Vlies darüber, damit die Kante ihre weiche Rundung behält und nicht hart auflegt, wenn man mit dem Oberschenkel anstösst. Die alte Hülle diente als Muster, also blieb die Teilung der Nähte so, wie sie die Stühle seit jeher hatten.
Die Arbeit in unserer Werkstatt
Weil wir kurz verreist waren, zogen sich die Termine etwas hin, und Frau G. rief zweimal an, um nach dem genauen Tag zu fragen. Schliesslich luden wir die Hocker an einem Dienstag im Mai ein, arbeiteten sie in vier Tagen durch und stellten sie zurück, direkt an die Theke. Am nächsten Sonntag schrieb die Tochter, ihre Mutter habe «ihre» Stühle nicht wiedererkannt — so gut wie neu, aber genau dieselben. Für uns das schönste Kompliment, das man einer Reparatur machen kann.




Was Sie daraus mitnehmen können
Bei der Stoffwahl zählt nicht nur die Farbe: Scheuertouren, Pflegeaufwand und Lichtechtheit entscheiden, wie lange der neue Bezug schön bleibt. Gerne zeigen wir Ihnen Muster und beraten Sie, welcher Stoff zu Ihrer Nutzung passt.
Unverbindlich anfragenSo sieht es im Alltag aus
Ein Möbelstück ist erst gut, wenn es genutzt wird. Neubezug bedeutet bei Egora deshalb immer auch, an den Alltag zu denken: wer sitzt wo, wie oft und wie lange. Die folgenden Bilder zeigen das Möbel im Einsatz (Visualisierung).






















