Ende Juli schrieb Herr H., stellvertretend für die ganze Familie: «Leider sehen unsere Polster im Wohnmobil teilweise nicht mehr so schön aus.» Fünf Fotos…
Wie alles begann
Ende Juli schrieb Herr H., stellvertretend für die ganze Familie: «Leider sehen unsere Polster im Wohnmobil teilweise nicht mehr so schön aus.» Fünf Fotos hingen an der Mail, im Hochformat geschossen, eines unschärfer als das andere, und genau darin lag die ganze Geschichte. Man sah die Sitzbank, auf der drei Kinder Rücken an Rücken sitzen, wenn es nach Süden geht. Man sah den grauen Bezug, der an den Kanten stellenweise bräunlich durchschimmerte, weil Sonne und Jeansfarbe über Jahre zusammenarbeiten. Man sah die Ecke am Tisch, wo immer der Ellbogen liegt. Und man sah die seitliche Blende, deren Steppung sich gelöst hatte.



Beratung und Vorbereitung
Seine Frage war die klassische: Kunstleder oder strapazierfähiger Stoff? Wir antworteten mit einem Dritten: Aquaclean. Ein Bezugsstoff, der sich wie ein textiler Stoff anfühlt, aber Flecken mit Wasser allein freigibt – ohne Pflegemittel, ohne Geruch im ohnehin kleinen Raum. In einem Wohnmobil, in dem am Frühstückstisch Marmelade fällt und am Abend ein Rotwein steht, ist das kein Luxus, sondern eine Frage der Nerven. Offen blieb nur noch der Umfang: nur die Bank, oder gleich alle sechs Polsterkörper samt den zwei Kissen und den Blenden. Wir rieten zum Ganzen, weil sich ein halbes Ergebnis in diesem kleinen Raum sofort sehen lässt – und weil die Kinder am Tisch nicht wissen sollen, welche Seite neu ist.


Die Entscheidung
Wichtig war der Termin. Wir hatten Betriebsferien bis am 8. August, aber die Nachricht ging trotzdem raus, dass wir erreichbar bleiben – und Herr H. wollte das Fahrzeug für eine zweimonatige Reise im September zurück. Also kam er eine Woche nach Ferienende mit dem Wohnmobil vor der Tür, und wir bauten aus, was auszubauen war: Bankkissen, Rückenpolster, die zwei Hocker, die als Zusatzsitze dienen. Beim Abnehmen zeigte sich, dass die Originalschäume an zwei Stellen durchgesessene Mulden hatten. Wir formten sie neu, mit einem festeren Querschnitt in der Sitzmitte und einer weichen Auflage vorne, damit man auf langen Etappen nicht vom Bauch auf die Ellbogen rutscht.
Die Arbeit in unserer Werkstatt
Die Bezüge nähten wir mit wasserdichten Garnen, die Blende bekam eine neue Steppung im alten Raster, und an den Kanten setzten wir Paspel, die das Scheuern an der Seitenwand vermeidet. Nach zwölf Tagen stand das Fahrzeug wieder beladen da. Herr H. schickte Anfang Oktober ein Foto vom Lago Maggiore: die neue Bank, zwei Kinder mit Schokolade an den Fingern, und in der Bildunterschrift nur der Satz «Hält, was Sie versprochen haben». Solche Fotos drucken wir aus.

Was Sie daraus mitnehmen können
Polster in Wohnmobil und Boot sind besonderen Belastungen ausgesetzt: Feuchtigkeit, Sonne und Temperaturwechsel. Wir verarbeiten Stoffe und Schäume, die dafür ausgelegt sind, und fertigen passgenau nach Schablone.
Unverbindlich anfragenSo sieht es im Alltag aus
Ein Möbelstück ist erst gut, wenn es genutzt wird. Wohnmobil Polster bedeutet bei Egora deshalb immer auch, an den Alltag zu denken: wer sitzt wo, wie oft und wie lange. Die folgenden Bilder zeigen das Möbel im Einsatz (Visualisierung).






















