Wer eine Bank neu beziehen lässt, schickt normalerweise ein Foto der Bank. Frau K.
Wie alles begann
Wer eine Bank neu beziehen lässt, schickt normalerweise ein Foto der Bank. Frau K. schickte fünf: drei von der Bank selbst, zwei von den Stühlen, die daneben stehen, mit dem bescheidenen Vermerk, «damit Sie sehen, was wir meinen». So wussten wir schon vor dem ersten Telefon, dass hier nicht nach einem neuen Möbel gesucht wird, sondern nach einem Anschluss an das, was schon im Raum steht.



Beratung und Vorbereitung
Die Bank ist ein festes Element vor der Anrichte im Esszimmer, seit der Küchenerneuerung der tägliche Frühstücksplatz von vier Personen. Sitz- und Rückenteil sind getrennt gearbeitet, beides Schaumstoff, direkt mit einem hellen Stoff überzogen. Genau dieser Stoff war das Problem: Weinflecken, Krumen, die Glanzstellen an den Kanten, und an der Vorderseite des Sitzes hatte der Schaum so weit nachgegeben, dass man die Holzleiste darunter spürte. Leder sollte es jetzt sein, dunkelbraun, damit man abends einfach mit dem Tuch drüberfährt.


Die Entscheidung
Wir besprachen am Telefon die Grundsätze und luden sie ins Werk ein, um die Farbe an zwei Mustern zu prüfen, die sie mitbrachten. Aus den Beispielbildern ihrer Stühle lasen wir den Wunsch heraus: schmale, senkrechte Kanäle, ruhig und ohne Knöpfe. Für das Sitzteil nahmen wir einen hochelastischen Schaum, 6 Zentimeter, mit einer Vlieslage darüber, damit die Kante nicht hart auf den Oberschenkel trifft; für die Rückenlehne einen weicheren Kern mit einer Schicht Hohlfaser, weil man dort anlehnt statt aufsitzt. Der Holzrahmen blieb, wo er war — wir haben ihn nur gereinigt und zwei lockere Verschraubungen nachgezogen.
Die Arbeit in unserer Werkstatt
Die Zeitfrage hatte sie gleich mitgestellt, und wir antworteten ehrlich: zwei bis drei Wochen, weil das Leder zugeschnitten, abgedickt und genäht werden muss, bis die Kanäle sauber stehen. Geschnitten wurde an einem Dienstag, genäht am Donnerstag, und die senkrechten Bahnen bekamen eine feine Ziernaht, die sich mit den Stühlen im Raum vertrug. Am Ende zog sich die Bank in der Breite exakt in die Nische, und Frau K. erzählte beim Übergeben, ihr Mann habe beim ersten Kaffee verschüttet, mit dem Tuch gewischt und dann gesagt: «Das war die beste Idee des Jahres.»

Was Sie daraus mitnehmen können
Kissen, Bänke und Polster nach Mass sind oft die schnellste Möglichkeit, einen Raum aufzuwerten. Mit einer Schablone oder einem alten Polster als Vorlage entsteht ein passgenaues Stück, auch für ungewöhnliche Nischen und Winkel.
Unverbindlich anfragenSo sieht es im Alltag aus
Ein Möbelstück ist erst gut, wenn es genutzt wird. Polstermöbel nach Mass bedeutet bei Egora deshalb immer auch, an den Alltag zu denken: wer sitzt wo, wie oft und wie lange. Die folgenden Bilder zeigen das Möbel im Einsatz (Visualisierung).






















