Frau S. aus Steinmatt wusste genau, was sie wollte: die Neupolsterung von Möbeln aus Kunstleder, sechs Stühle und ein Sofa, und zwar sauber aufgezählt – was…
Wie alles begann
Frau S. aus Steinmatt wusste genau, was sie wollte: die Neupolsterung von Möbeln aus Kunstleder, sechs Stühle und ein Sofa, und zwar sauber aufgezählt – was beschädigt ist, was getauscht werden muss, was bleiben kann. Diese ehrliche Aufzählung gefiel uns. Wir schrieben zurück, ein Foto genüge auch über WhatsApp. Sie antwortete, sie schicke es lieber per Mail – und rettete damit einen Baum.

Beratung und Vorbereitung
Die vier Bilder, die eintrafen, zeugten von einem Problem, das wir gut kennen. Eine schwarze Eckgarnitur, vor acht Jahren gekauft, die Sitzflächen weisslich-grau fleckig wie beschlagen. Und ein Freischwinger am Esstisch, dessen Kunstlederschicht in grossen Flocken abgeblättert war, darunter das graue Gewebe des Trägers. Hydrolyse nennen wir das: einfache Beschichtungen reagieren mit Feuchtigkeit und Hautfetten, und nach sieben, acht Jahren lösen sie sich einfach auf. Man kann nichts flicken, weil jede Reparatur die Nachbarstelle mitreisst. Wegwerfen? Sieben Teile, noch gute Gestelle, und eine Arbeit, die jemand einmal sauber gemacht hat.

Die Entscheidung
Wir beschrieben für alles zusammen, was nötig ist: den Stoff, die Handgriffe in der Werkstatt, Abholung und Rücklieferung. Frau S. schlief eine Nacht drüber und fragte dann, was nachher besser sei als vorher. Unsere Antwort: Die Garnitur bekommt ein strapazierfähiges Microfaser-Kunstleder mit textilem Griff, die Stühle einen gewebten Stoff in Anthrazit, der zu den Chromgestellen passt und keine Naht an der Sitzkante hat. Ausserdem ersetzen wir bei zwei Stühlen den durchgelegenen Schaum und polstern alle Sitze etwas höher, weil die Familie gewachsen ist.
Die Arbeit in unserer Werkstatt
In der Werkstatt war es eine Woche Fliessband. Sechs Lehren und sechs Sitzflächen, der Zuschnitt im Stapel, dieselbe Naht zweihundertmal. Bei der Garnitur lösten wir die alten Tackernähte, zogen die Nähte der Kammern nach und bezogen jede Kammer einzeln, damit die Form bleibt.


Rückgabe und Fazit
Als wir lieferten, stand der Tisch gedeckt. Die Kinder nannten die Stühle «die neuen alten». Frau S. setzte sich, tippte mit dem Nagel auf die Sitzfläche und fragte, ob jetzt wieder acht Jahre vorbei seien. Nein, sagten wir, eher fünfzehn.

Was Sie daraus mitnehmen können
Bei der Stoffwahl zählt nicht nur die Farbe: Scheuertouren, Pflegeaufwand und Lichtechtheit entscheiden, wie lange der neue Bezug schön bleibt. Gerne zeigen wir Ihnen Muster und beraten Sie, welcher Stoff zu Ihrer Nutzung passt.
Unverbindlich anfragenSo sieht es im Alltag aus
Ein Möbelstück ist erst gut, wenn es genutzt wird. Sofa neu beziehen bedeutet bei Egora deshalb immer auch, an den Alltag zu denken: wer sitzt wo, wie oft und wie lange. Die folgenden Bilder zeigen das Möbel im Einsatz (Visualisierung).






















